Der
Geburtstag Ihres Kindes steht an. Ein ganz großer Tag für
den/die Kleine(n), schon Tage vorher kann Ihr Kind vor Aufregung kaum
schlafen - und dann ist der Geburtstag endlich da! Doch einen
Kindergeburtstag zu managen ist gar nicht so einfach, wie Sie sich das
vielleicht vorstellen: Acht oder neun Kindergartenkinder z.B. in einer
Dreizimmerwohnung bei schlechtem Wetter mehrere Stunden bei Laune
halten? Das ist auf jeden Fall Schwerstarbeit!
Damit
aber am Ehrentag Ihres Kindes bei der großen Geburtstagsparty
nichts schief gehen kann, finden Sie in unserem ersten Artikel die
besten Survival-Tipps. Mit unseren Tipps und dem Zeitplan haben Sie
jede Situation im Griff! Dann wird der Kindergeburtstag auch ein voller
Erfolg.
Der Geburtstags-Countdown Legen Sie zunächst fest, an welchem Tag
der Kindergeburtstag stattfinden soll. Es kann z.B. sinnvoll sein,
nicht direkt am Geburtstag selbst zu feiern, sondern vielleicht am
darauf folgenden Wochenende. Die Feier sollte nicht länger als 3
Stunden dauern. Das ist für Kindergartenkinder in der Regel die
Obergrenze. Für Kinder im Alter von drei bis vier Jahren sind zwei
Stunden schon genug.
2 bis 3 Wochen vorher:
Besprechen
Sie zusammen mit Ihrem Kind, wie die Feier ablaufen soll. Welchen
Kuchen wünscht sich Ihr Kind? Bei 3- bis 4-Jährigen ist es am
besten, zwei Alternativen vorzugeben. Mehr Vorschläge würden
Ihr Kind in diesem Alter überfordern, und ganz ohne Vorgabe klappt
es noch nicht.
Wer
soll alles eingeladen werden? Faustregel: So viele Gäste, wie Ihr
Kind Jahre alt wird. Steht die Gästeliste, basteln (oder kaufen)
Sie die Einladungskarten. Beim Basteln kann Ihr Kind mithelfen. Selbst
knapp Dreijährige können z.B. schon mit einem Daumenabdruck
"unterschreiben".
Feiert
Ihr Kind seinen dritten Geburtstag, sollten Sie die kleinen
Geburtstagsgäste zusammen mit Ihren Müttern einladen, da
nicht alle Kinder in diesem Alter schon alleine dableiben wollen.
Sehen
Sie sich nach einem tatkräftigen Helfer für den großen
Tag um. Das kann der Vater, aber auch eine Oma oder die Mutter eines
kleinen Geburtstagsgastes sein.
1 Woche vorher:
Wer
hat schon zugesagt? Stellen Sie die endgültige Gästeliste
auf. Gibt es Kinder, die wegen Allergien nicht alles essen dürfen?
Überlegen
Sie, welche Dekoration Ihr Kind sich wünscht. Haben Sie alles zu
Hause (z.B. Girlanden vom letzten Geburtstag) oder müssen Sie
etwas kaufen? Beliebte, weil essbare Streudeko für die
Geburtstagstafel: Verteilen Sie einfach eine Tüte Smarties oder
Gummibärchen statt Konfetti über den Tisch.
Machen
Sie eine Liste mit Spielen. Schreiben Sie dazu, welche Utensilien Sie
hierfür brauchen. Planen Sie abwechselnd ruhige und lebhafte
Spiele ein, damit die Kinder nicht zu sehr aufgekratzt werden.
Sicherheitshalber sollten Sie zwei Spiele mehr in petto haben, als Sie
vermutlich brauchen werden. Verplanen Sie jedoch nicht die gesamte
Zeit, denn die kleinen Gäste wollen auch mal ungestört
miteinander spielen. Wettspiele, bei denen es Sieger und Verlierer
gibt, sind für Kinder unter fünf Jahren wenig geeignet.
Bedenken Sie auch, dass bei manchen Spielen wie etwa Topfschlagen ein
Kind nach dem anderen drankommt. Abhängig von der Zahl der
Gäste müssen manche Kinder dabei sehr lange warten, bis sie
an der Reihe sind.
Vielleicht
wollen Sie mit den Kindern etwas Einfaches basteln? Um
größere Kleckereien zu vermeiden, sollten Sie auf das Malen
mit Wasserfarben und Kleben mit flüssigem Klebstoff besser
verzichten. "Harmlos" für die Wohnungseinrichtung sind z.B.
Püppchen oder Tiere aus Chenilledraht (Pfeifenputzer) mit
Köpfen bzw. Körpern aus Papierkugeln (größere
Wattebällchen, erhältlich in Bastelgeschäften). Mit
Filzstift lassen sich Gesichter aufmalen, und aus ein paar alten
Stoffresten können die Kinder noch Kleidung für das
Püppchen entwerfen.
Schreiben
Sie die Einkaufsliste. Welche Zutaten benötigen Sie für den
Geburtstagskuchen oder anderes Essen (z.B. selbstgemachte Hamburger?)
Denken Sie auch an: - Luftballons, Girlanden, Geschenkpapier - Papiertischdecke
in der Lieblingsfarbe, Strohhalme, Servietten mit Kindermotiv, Kerzen
samt Haltern für den Geburtstagskuchen - Getränke - Film für den Fotoapparat - kleine Plastiktüten, am besten mit Kindermotiv, zum Verstauen von Gewinnen/Geschenken für jeden - kleine Geschenke wie z.B.
Süßigkeiten (sehr begehrt: Kaugummis mit Tattoo!),
Luftballons, Sticker, Hüpfbälle, Pixi-Büchlein etc.
Tipp: Von
den größeren Geschenken/Gewinnen sollten Sie ein bis zwei
Teile zum "Umtauschen" in Reserve haben, damit es nicht zu
Heulanfällen kommt, weil ein kleiner Gast gerade von seinem
Gewinn/Geschenk bitter enttäuscht ist!
3 Tage vorher:
Einkaufen, was auf der Liste steht!
1 Tag bzw. am Abend vorher:
Oberste Grundregel: Bereiten Sie so viel wie möglich vor! - Kuchen backen - sämtliche Utensilien für die Spiele bereitlegen - Raumdekoration anbringen - Gabentisch dekorieren - Geschenke/Gewinne plus Tütchen bereitstellen
Tipp:
Beschriften Sie die Tüten mit den Namen der kleinen Gäste,
dann kann nichts durcheinander geraten, und Sie wissen, wer beim
Heimgehen welche Tüte bekommt. Ideal dafür geeignet ist ein
Folienschreiber.
Machen
Sie den Partyraum kindertauglich: Zerbrechliches oder Gefährliches
entfernen. Ist genug Platz oder müssen Sie ein oder zwei
Möbelstücke (z.B. Sessel) in ein anderes Zimmer stellen?
1 bis 2 Stunden vorher:
Decken Sie den Geburtstagstisch.
Stellen Sie Kuchen/Essen und Getränke bereit.
Bereiten Sie Fotoapparat oder Videokamera und Musik (CDs oder Kassetten) vor.
Praktisch
sind zwei Kisten zum Verstauen von Geschenkpapier, Verpackungen und der
Mitbringsel. Dann liegt nicht alles auf dem Tisch herum. Bei vielen
Gästen ist ein Wäschekorb in der Garderobe für
Jacken/Mäntel sinnvoll.
Gehen Sie in Gedanken den Ablauf des Festes durch. Dann vergessen Sie so schnell nichts.
5 SOS-Tipps gegen Party-Probleme:
1. Ein Kind weint und will heim: Versuchen
Sie zunächst, das Kind abzulenken (wichtige Aufgabe geben, Spiel
mit Gewinnen veranstalten). Weint es nach 30 Minuten immer noch oder
schon wieder, rufen Sie besser seine Mutter an, damit sie es abholen
kommt.
2. Ein Kind mag nicht mitspielen: Wenn sich das Kind nicht motivieren lässt, darf es gerne eine Runde aussetzen - niemand wird zum Spielen gezwungen.
3. Ein Gast mault immerzu herum:
"Stänkernde" Kinder, denen nichts recht ist, können die
gesamte Geburtstagsgesellschaft sprengen. Versuchen Sie zunächst,
den kleinen Störenfried mit einer besonders wichtigen Aufgabe zu
betrauen, bevor Sie ihn beiseite nehmen und klarstellen, dass es so
nicht geht und Sie mehr Kooperation erwarten.
4. Es gibt ein Durcheinander: Wenn
alle durcheinander reden und ständig herumsausen, versuchen Sie,
die überschüssige Energie zu kanalisieren. Veranstalten Sie
ein Wettbrüllen und dann ein Wettflüstern. Nachdem die
Kleinen aus Leibeskräften geschrieen haben, klappt es auch mit dem
Flüstern wieder. Im Sommer ist - auch vorbeugend - Bewegung im
Freien zu empfehlen. Im Winter können Sie die Kleinen durch
Vorlesen einer fesselnden Geschichte wieder beruhigen.
5. Die Kinder werden bei den Spielen ungeduldig: Wer
etwa beim Topfschlagen zu lange warten muss, bis er endlich drankommt,
kann schon mal hibbelig werden. Überbrücken Sie die Zeit,
indem Sie die kleinen Gäste helfen lassen: Ein Kind darf den Topf
verstecken, ein anderes darf die Augenbinde anlegen usw. Das darauf
folgende Spiel sollte eines sein, bei dem alle mitmachen können.
Kommt ein Spiel überhaupt nicht an, brechen Sie es ab.