Die Hellenen unterlagen beim Confederations
Cup nach einer erneut desolaten Leistung mit 0:1 gegen den
leidenschaftlich kämpfenden Asienmeister Japan. Den
entscheidenden Treffer vor 34 314 Zuschauern in der nicht ganz
ausverkauften Frankfurter Commerzbank-Arena erzielte
«Joker» Masashi Oguro in der 76. Minute elf Minuten
nach seiner Einwechslung. Die Rehhagel-Schützlinge
enttäuschten wie schon drei Tage zuvor bei der
0:3-Auftaktpleite in Gruppe B gegen Weltmeister Brasilien.
Im ersten Duell des dreimaligen
Asienmeisters und des zum Teil desolat auftretenden Europameisters gab
es kein langes Abtasten, aber auch zunächst keine zwingenden
Torchancen. Die erste große Möglichkeit hatten die
spielfreudigen Japaner, die bei hohen Temperaturen ein hohes Tempo
gingen. Akira Kaji traf in der 19. Minute mit einem Schuss aus 20
Metern das Außennetz.
Während Keiji Tamada
(8./13./23./39.) und Atsushi Yanagisawa (42.) ihre
Möglichkeiten zum Teil kläglich vergaben, raufte sich
Star- Trainer Zico am Spielfeldrand verzweifelt die Haare und vermisste
wohl schmerzlich den verletzten HSV-Stürmer Naohiro Takahara.
Trotz der Harmlosigkeit vor dem Tor zeigten die Japaner eine viel
bessere Leistung als drei Tage zuvor beim 1:2 gegen Mexiko.
Die Abwehr der Hellenen, beim Triumph vor
einem Jahr noch Glanzstück, offenbarte gegen die quirligen
Japaner viele Schwächen. Nach nur 31 Minuten reagierte
Rehhagel mit der Höchststrafe und ersetzte
Länderspiel-Debütant Efstathios Tavlaridis durch
Vasilios Tsiartas (1. FC Köln).
Für Bundesliga-Referee Herbert
Fandel gab es in der 52. Minute eine knifflige Situation. Nach einer
Attacke von Hidetoshi Nakata am früheren
Werder-Stürmer Angelos Charisteas entschied er zum Entsetzen
der Griechen nicht auf Strafstoß. Nach dem Seitenwechsel
bemühte sich der Europameister, endlich mitzuspielen. Doch die
Asiaten, die in der Schlussphase dem hohen Tempo Tribut zollen mussten,
waren mit ihren schnell vorgetragenen Angriffen weiter die
gefälligere Mannschaft. In der 76. Minute erlöste
Oguro Trainer Zico und erzielte das hochverdiente Siegtor.